Diese Fassaden haben‘s drauf


In Wien werden laufend neue Wege gefunden, um klimafreundlichen Sonnenstrom abseits der Dächer zu erzeugen. Mit der STEFFL Arena in der Donaustadt und der Eingangshalle der U6-Station Floridsdorf wurden im Sommer 2025 zwei Fassadenflächen zu aktiven Energiequellen umgewandelt. Beide Projekte zeigen, wie innovativ Photovoltaik in die Architektur und das Stadtbild integriert werden kann.

Sonnenstrom für die STEFFL Arena

 

Das sportliche Zuhause der Vienna Capitals ist seit diesem Sommer nicht nur ein Zentrum des Eishockeys, sondern auch ein Vorzeigebeispiel für moderne Fassaden-PV. Bei der STEFFL Arena wurden leichte Klebe-Module eingesetzt, die ohne klassische Unterkonstruktion auskommen. Das spart Gewicht und ermöglicht so die Nutzung von empfindlichen Fassadenflächen.

Mit einer Leistung von rund 45 kWp erzeugt die Anlage jährlich fast 28.000 kWh Strom. Das reicht aus, um einen großen Teil des Eigenverbrauchs der Arena zu decken. Gleichzeitig spendet sie Schatten und schützt so die Eisfläche vor direkter Sonneneinstrahlung durch die Hallenfenster. Das trägt wiederum zur konstanten Eisqualität bei und verringert den Energieaufwand für die Kühlung. Ein doppelter Gewinn für Klima und Betrieb.

Glasklare Sache in Floridsdorf

 

Auch in Floridsdorf wird die Sonne direkt in die Architektur eingebunden. Im Zuge der Sanierung der Glasfassade an der U-Bahn-Station Floridsdorf wurde eine semi-transparente PV-Fassade errichtet. Etwa 60 Prozent der Fläche bestehen nun aus aktiven PV-Glaselementen, während 40 Prozent transparent bleiben. Das bietet sowohl ästhetische als auch energetische Vorteile, denn die Glaselemente spenden Schatten.
Auf einer Fläche von rund 660 Quadratmetern wurden 253 Module installiert, die gemeinsam über 83 kWp an Leistung liefern. Zusätzlich wurden am Dach der Station und am Stellwerk nebenan weitere PV-Module angebracht. Gemeinsam haben die drei Anlagen bis Ende September, also wenige Monate nach Inbetriebnahme, bereits 120.000 kWh Strom erzeugt. Allein im Juli wurden damit rund 60 Prozent des Strombedarfs vor Ort gedeckt und flossen in den Betrieb der Lifte, Rolltreppen und Beleuchtung.

Wien hat’s drauf – mit freundlicher Unterstützung der Sonne

 

Ob bei Sportstätten oder Verkehrsbauten: Beide Projekte zeigen, wie vielfältig Photovoltaik in der Stadt eingesetzt werden kann. Fassaden-PV nutzt Flächen, die sonst ungenutzt blieben, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Gleichzeitig machen sie die Nutzung erneuerbarer Energie als Zeichen für Innovation und Klimaschutz im Stadtbild sichtbar.

Mit solchen Projekten setzt die Stadt die Wiener Sonnenstrom-Offensive konsequent fort. Ziel ist, bis 2030 800 MWp Photovoltaikleistung zu erreichen, das entspricht dem Strombedarf von rund einem Viertel aller Wiener Haushalte. Jede neue Anlage bringt die Stadt diesem Ziel ein Stück näher.

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Hubert Fechner von der Technologieplattform Photovoltaik Austria informiert über innovative PV-Lösungen.