Energie neu denken im Betrieb
Wiener Angebote helfen Betrieben, Energie zu sparen und Photovoltaik besser zu nutzen.
Viele Betriebe stehen bei der Energieplanung vor ähnlichen Fragen: Welche Maßnahmen rechnen sich schnell? Welche Auflagen gilt es zu berücksichtigen? Wo entstehen unnötige Kosten? Die Stadt Wien, die Klima- und Innovationsagentur Wien sowie die Wirtschaftskammer Wien (WKW) liefern mit unterschiedlichen Beratungsangeboten und Vernetzungs- und Informationsveranstaltungen genau hier Abhilfe – von der ersten Analyse bis zur Umsetzung.
Kleine Maßnahmen, große Wirkung
Da Energieplanung grundsätzlich ein komplexes Thema ist und individuelle Lösungen oft den entscheidenden Unterschied machen, spielen Praxisbeispiele bei Informationsveranstaltungen, wie dem Energiefrühstück, eine wichtige Rolle. Diese zeigen, dass nicht immer groß gedacht werden muss. In vielen Fällen können kleine Änderungen dazu beitragen, Energiekosten positiv zu beeinflussen. So optimierte ein Betrieb in einem konkreten Fall etwa die Lüftung und tauschte die Leuchtmittel aus und erzielte damit eine spürbare Kosteneinsparung.
Weitere Beispiele reichen von optimierten Waschprozessen über die Nutzung von Abwärme bis hin zur Behebung von Druckluft-Lecks. Gemeinsam ist diesen Beispielen, dass sie keine umfassenden Investitionen benötigen, sondern lediglich ein besseres Verständnis des eigenen Energiehaushalts.
Unterstützung und Förderung nutzen
Viele dieser Schritte werden durch geförderte Beratung unterstützt. Programme wie OekoBusiness Wien bieten kofinanzierte Analysen und begleiten Betriebe bei Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.
Zusätzlich helfen Services der Stadt und der WKW bei der Optimierung von Energiekosten, zum Beispiel durch Überprüfung von Energierechnungen oder Unterstützung bei Verhandlungen. Ziel ist es, Maßnahmen rasch umzusetzen und wirtschaftlich abzusichern.
Energie gemeinsam nutzen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf neuen Modellen der Energienutzung. Mit den Änderungen im Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) werden Unternehmen künftig stärker als aktive Kund*innen eingebunden.
Damit können Betriebe Energie nicht nur verbrauchen, sondern auch gemeinsam erzeugen, speichern und teilen. Modelle wie Energiegemeinschaften oder Peer-to-Peer-Lösungen, wo sich zwei oder mehrere Personen zusammenschließen können, um gemeinsam den eigenen Strom zu nutzen und dies vertraglich zu regeln, eröffnen neue Möglichkeiten, insbesondere in Kombination mit Photovoltaik.
PV und Beratung zusammendenken
Die Wiener Sonnenstrom-Offensive ergänzt diese Entwicklungen mit Förderungen für Photovoltaik. Gleichzeitig bietet die Stadt kostenlose Beratung. Interessierte können die täglichen (wochentags) Fördersprechstunden per Telefon oder Video-Call wieder online buchen. Auch der "1, 2, 3 Sonnengutschein" für gemeinschaftliche PV-Anlagen auf mehrgeschossigen Wohngebäuden wird verlängert.
Damit entsteht ein Gesamtpaket: technische Lösungen, finanzielle Unterstützung und praxisnahe Beratung. Für Unternehmen wird es so einfacher, den Einstieg in erneuerbare Energie und Kostenoptimierung zu schaffen.
Nächste Vernetzungsveranstaltung für Betriebe
Das dritte Energiefrühstück für Wiener Betriebe findet bald statt.
- Thema: Energie teilen & Kostenoptimierung
- Termin: Donnerstag, 28. Mai 2026 von 08.00 bis 09.30 Uhr
- Ort: Expat Center, 1., Schmerlingplatz 3
Bei dem gemeinsamen Termin der WKW, der Energieplanung der Stadt Wien sowie der Klima- und Innovationsagentur Wien stehen wieder konkrete Lösungen für den Alltag im Mittelpunkt. Interessierte dürfen sich auf kurze Inputs, Beispiele aus der Praxis und Informationen zu Unterstützungsangeboten freuen. Dazu kommt Zeit für Austausch mit Expert*innen und anderen Betrieben.
Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen aller Branchen, die sich für erneuerbare Energie, Energiekostenoptimierung oder das Teilen von Energie interessieren. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Pro Unternehmen können sich maximal zwei Personen anmelden. Zur Anmeldung