Starthilfe für Fassaden-PV

 

Photovoltaik an Fassaden gewinnt in Wien rasant an Bedeutung. Immer mehr Bauträger, Architekturbüros und Energieexpert*innen setzen auf die vertikale Nutzung von Gebäudehüllen – ein Trend, der für die Sonnenstrom-Offensive der Stadt zunehmend entscheidend wird.

Warum die Fassade immer wichtiger wird

 

Um das Ziel von 800 MWp Photovoltaik-Leistung bis 2030 zu erreichen, rücken neue Flächenpotenziale in den Mittelpunkt. Denn klar ist: Dachflächen allein reichen nicht aus, um Wiens wachsenden Bedarf zu decken. Fassaden bieten hingegen wertvolle Zusatzflächen und erzeugen gerade in den Morgen‑, Abend‑ und Winterstunden Strom, wenn herkömmliche PV-Anlagen weniger leisten.

Vertikale Paneele tragen damit nicht nur zur Versorgung einzelner Gebäude bei, sondern helfen auch, Netzspitzen auszugleichen und den Bedarf an extern zugekauftem Strom zu reduzieren. Die Energiewende wird so sichtbarer – und unabhängiger von internationalen Strommärkten.

Technologieentwicklungen machen Fassaden-PV attraktiver denn je

 

Neue Produkte und Lösungen zeigen, wie weit die Technik inzwischen ist. Von vollschwarzen Modulen über farbige Varianten bis hin zu individuell bedruckten Paneelen reicht die gestalterische Bandbreite. Besonders dynamisch entwickelt sich der Bereich ultraleichter Klebemodule: Mit nur 5,7 kg/m² und einer Dicke von 3 Millimetern lassen sie sich direkt auf Glasfassaden anbringen – ohne aufwendige Unterkonstruktion.
Auch flexible Montagesysteme und kombinierte PV-Lösungen für Dach, Fassade und Brüstungen erweitern die Einsatzmöglichkeiten weiter.

Praxisbeispiele zeigen das Potenzial

 

Mehrere Projekte in Wien demonstrieren bereits, wie vielfältig Fassaden-PV eingesetzt werden kann:

  • U6-Station Floridsdorf: Eine PV-Glasfassade erzeugt jährlich rund 65.000 kWh Strom.
  • SmartCity Baumgarten: Österreichs erste Wärme- und Strom-Energiegemeinschaft kombiniert Dach-, Fassaden- und Brüstungs-PV zu einer Gesamtleistung von 48 kWp.
  • Neue PV-Carport-Lösungen ermöglichen zudem die Nutzung versiegelter Flächen im städtischen Raum.

Die Beispiele zeigen: Fassaden-PV ist längst einsatzbereit – und praxistauglich.

Wien schafft neue Rahmenbedingungen

 

Mit einer neuen Förderschiene ab Mai 2026, vereinfachten Verfahren und einem breiter werdenden Produktangebot wird der Einstieg in Fassaden-PV künftig noch leichter. Die Stadt unterstützt Interessierte aktiv dabei, passende Lösungen zu finden und wirtschaftlich umzusetzen.

Ein erster "Marktplatz Photovoltaik Fassadenlösungen" am 21. Jänner 2026 im "das forum" in Wien hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in gebäudeintegrierter Photovoltaik steckt. Die Vielfalt der teilnehmenden Bauträger, Architekt*innen, Planer*innen, Fachbetriebe und Hersteller machte deutlich, wie groß das Interesse an innovativen Lösungen ist. In intensiven Gesprächen wurden Chancen, Herausforderungen und konkrete Wege zur Umsetzung diskutiert – ein wichtiger Schritt, um die Energiewende in der Stadt weiter voranzutreiben.

Wien hat's drauf – und das wird dank Fassaden-PV künftig noch sichtbarer.
Sie planen eine PV-Fassade oder möchten mehr über die neuen Fördermöglichkeiten erfahren? Dann buchen Sie gleich einen kostenlosen Beratungstermin. Expert*innen der Stadt Wien und der Klima- und Innovationsagentur gehen auf Ihre individuellen Bedürfnisse ein. Zu den Förderungen