Wenn Photovoltaik beidseitig arbeitet
Bifaziale PV-Module erzeugen gleich doppelt Strom: Während die Vorderseite direktes Sonnenlicht nutzt, wandelt die Rückseite zusätzlich reflektiertes Licht aus der Umgebung in Energie um. Besonders auf hellen Oberflächen oder bei freistehenden Konstruktionen kann dieser Effekt den Stromertrag erhöhen. Je nach Standort und Ausführung sind zusätzliche Erträge von bis zu zehn Prozent möglich.
In Wien kommen solche Anlagen bereits an sehr unterschiedlichen Standorten zum Einsatz. Etliche Beispiele in der Stadt zeigen, wie vielseitig die Technologie genutzt werden kann. Bifaziale Module helfen dabei, vorhandene Flächen effizienter für die Stromerzeugung zu nutzen und eröffnen neue Möglichkeiten für Photovoltaik in Städten.
Solardach hoch über dem Esterhazy-Park
Ein besonders sichtbares Beispiel befindet sich auf dem Haus des Meeres im 6. Bezirk. Im Zuge des Umbaus des Gebäudes 2019 errichtete die Wien Energie auf rund 800 Quadratmetern das erste Solardach Wiens mit bifazialen Modulen. Insgesamt wurden 202 Module in rund 56 Metern Höhe installiert – was unter anderem wegen des starken Windes mit sehr strengen Auflagen für Statik und Sicherung einherging.
"Damals war das die modernste Technologie am Markt", erklärte Hans Köppen, Geschäftsführer vom Haus des Meeres, bei seinem Vortrag im Rahmen des 6. Wiener Solar-Talks der Wiener Sonnenstrom-Offensive am 23. Juni 2026. Im Mittelpunkt standen an diesem Abend neue Fördermöglichkeiten der Stadt Wien für PV-Fassaden, Dachgärten sowie Grün- und Flugdächer, wie das am Dach seines Betriebs. "Innerhalb von wenigen Jahren ist die Leistung der Module aber gestiegen. Wenn früher ein Modul 310 Watt erzeugt hat, sind es heute sogar schon 450 Watt", so Köppen.
Über die Jahre hat die Stadt außerdem einige Auflagen und Genehmigungsverfahren angepasst. Anfänglich musste aufgrund des Stadtbildes der äußere Rand ausgespart werden, später war dies nicht mehr nötig. So konnte das PV-Dach 2024 um 68 zusätzliche Module erweitert werden und verfügt heute über eine Leistung von 90 kWp. Mehr dazu im Solarpartner-Video vom Haus des Meeres.
"Damals war das die modernste Technologie am Markt", erklärte Hans Köppen, Geschäftsführer vom Haus des Meeres, bei seinem Vortrag im Rahmen des 6. Wiener Solar-Talks der Wiener Sonnenstrom-Offensive am 23. Juni 2026. Im Mittelpunkt standen an diesem Abend neue Fördermöglichkeiten der Stadt Wien für PV-Fassaden, Dachgärten sowie Grün- und Flugdächer, wie das am Dach seines Betriebs. "Innerhalb von wenigen Jahren ist die Leistung der Module aber gestiegen. Wenn früher ein Modul 310 Watt erzeugt hat, sind es heute sogar schon 450 Watt", so Köppen.
Über die Jahre hat die Stadt außerdem einige Auflagen und Genehmigungsverfahren angepasst. Anfänglich musste aufgrund des Stadtbildes der äußere Rand ausgespart werden, später war dies nicht mehr nötig. So konnte das PV-Dach 2024 um 68 zusätzliche Module erweitert werden und verfügt heute über eine Leistung von 90 kWp. Mehr dazu im Solarpartner-Video vom Haus des Meeres.
Erfahrungsaustausch beim Wiener Solar-Talk
Der Vortrag beim Solar-Talk zeigte außerdem tiefe Einblicke, wie der gewonnene Sonnenstrom für die Kühlung der Zoobereiche genutzt wird. Diese ist – vor allem in heißen Sommermonaten – sehr energieintensiv. Daher wird auch kein Strom ins Netz eingespeist, sondern restlos im Haus verbraucht. Das Solardach erfüllt auch Funktionen darüber hinaus: Es ist Schattenspender für das Rooftop-Restaurant und auch ein beliebtes Fotomotiv.
Hans Köppen zog ein positives Fazit: "Für uns war die PV-Anlage auf jeden Fall eine gute Investition. Ich bin überzeugt: Sonnenstrom ist der richtige Weg und wichtig für unsere Stadt." Als nächsten Schritt prüft das Haus des Meeres eine zusätzliche PV-Anlage an der Fassade – unterstützt durch die passende Förderung der Stadt Wien.
Hans Köppen zog ein positives Fazit: "Für uns war die PV-Anlage auf jeden Fall eine gute Investition. Ich bin überzeugt: Sonnenstrom ist der richtige Weg und wichtig für unsere Stadt." Als nächsten Schritt prüft das Haus des Meeres eine zusätzliche PV-Anlage an der Fassade – unterstützt durch die passende Förderung der Stadt Wien.
Betriebe als Strom-Multiplikator*innen
Doch dieser dauerhaft hohe Strombedarf ist nicht in allen Betrieben üblich. Etwa wird in vielen Unternehmen am Wochenende oder bei Produktionspausen nur wenig Strom im eigenen Gebäude beansprucht – aber die eigene PV-Anlage liefert natürlich trotzdem Sonnenstrom, der dann gespeichert oder ins Netz eingespeist werden muss.
An dieser Stelle kommen Lösungen zur gemeinschaftlichen Stromnutzung sowie Energiegemeinschaften ins Spiel: Micha Schober von der Klima- und Innovationsagentur Wien, stellte beim Solar-Talk neue Möglichkeiten dafür vor, die im Rahmen des ElWG erweitert und in der Umsetzung deutlich vereinfacht wurden. Das eröffnet zusätzliche Chancen für Betriebe, ob sie den überschüssigen Sonnenstrom auf ihre Firmenstandorte aufteilen, einen Vertrag mit dem Nachbarbetrieb schließen oder gar ihren Mitarbeiter*innen schenken.
Wenn auch Sie mehr über das aktuelle Unterstützungsangebot der Stadt Wien im Bereich PV erfahren wollen, dann buchen Sie gleich einen Termin für eine Photovoltaik-Fördersprechstunde mit Expert*innen der Stadt Wien und der Klima- und Innovationsagentur Wien. Zur Terminbuchung: https://ticket.wien.gv.at/M20/sprechstunde/
An dieser Stelle kommen Lösungen zur gemeinschaftlichen Stromnutzung sowie Energiegemeinschaften ins Spiel: Micha Schober von der Klima- und Innovationsagentur Wien, stellte beim Solar-Talk neue Möglichkeiten dafür vor, die im Rahmen des ElWG erweitert und in der Umsetzung deutlich vereinfacht wurden. Das eröffnet zusätzliche Chancen für Betriebe, ob sie den überschüssigen Sonnenstrom auf ihre Firmenstandorte aufteilen, einen Vertrag mit dem Nachbarbetrieb schließen oder gar ihren Mitarbeiter*innen schenken.
Wenn auch Sie mehr über das aktuelle Unterstützungsangebot der Stadt Wien im Bereich PV erfahren wollen, dann buchen Sie gleich einen Termin für eine Photovoltaik-Fördersprechstunde mit Expert*innen der Stadt Wien und der Klima- und Innovationsagentur Wien. Zur Terminbuchung: https://ticket.wien.gv.at/M20/sprechstunde/